Projekte & Forschung zum Thema Leaving Care

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Schweiz

Care Leaver Netzwerk Region Basel 
2019-2021

Das partizipative Forschungs- und Entwicklungsprojekt «Care Leaver erforschen Leaving Care» verweist auf den Bedarf nach niederschwelligem Zugang zu Informationen und Beratung im Übergang in die selbständige Lebensführung sowie auf den Bedarf nach Vernetzung. Mit dem Pilotprojekt «Care Leaver Netzwerk Region Basel» das vom Bürgerlichen Waisenhaus Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz, Soziale Arbeit getragen wird, werden Möglichkeiten mit Care Leavern weiter erprobt und entwickelt (Peerberatung, Homepage, Netzwerkaufbau).

Projekt Care Leaver erforschen Leaving Care


Kompetenzzentrum Leaving Care
2019-2022

Die drei Verbände Curaviva Schweiz, Integras und PACH lancieren gemeinsam ein Projekt und bauen ein Kompetenzzentrum zur besseren Begleitung von jungen Menschen aus der Fremdplatzierung in ein selbstständiges Leben auf. Das Kompetenzzentrum soll auf den Erkenntnissen des Projekts Nachbetreuung – Nachhaltigkeit von Erziehungs- und Bildungsmassnahmen der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime (zkj) aufbauen und dazu beitragen, dass alle Care Leaver bei Bedarf niederschwellig Unterstützung erhalten. Damit leistet das Projekt einerseits einen Beitrag zur nachhaltigen Kinder- und Jugendhilfe und löst andererseits einen wichtigen Punkt der Quality4Children Standards ein: «Nachbetreuung, kontinuierliche Unterstützung und Kontaktmöglichkeiten werden sichergestellt.» 

Kompetenzzentrum Leaving Care


Berufliche Integration von Care Leavern in der Schweiz
2018-2020

Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Förderung der beruflichen Integration von Care Leavern zu leisten. Geplant sind sowohl Forschungs- als auch Umsetzungsaktivitäten (Interviews mit Jugendlichen und Betreuungspersonen in Heimen, Broschüre für Ausbildungsverantwortliche, Weiterbildungsangebote für Berufsschullehrpersonen).

https://www.zhaw.ch/no_cache/de/forschung/forschungsdatenbank/projektdetail/projektid/2094


Projekt KUBO
2018-2019

Im Projekt KUBO geht es um die Entwicklung eines Angebots, das Care Leavern und ihren Familien in der Übergangsphase Raum, Zeit und Präsenz bietet. Niederschwellige Kurzzeitangebote wie Treffen, offene Begegnungsräume, Workshops und Wohnformen sollen es ermöglichen, dass Care Leaver an ihrer Zukunft arbeiten. Ziel ist, im vertrauten Kontext Selbstwirksamkeit zu erleben durch Angebote aus der systemischen Erlebnispädagogik sowie aus dem musisch-kreativen Bereich.

https://www.maxkohler-stiftung.ch/de/was-wir-foerdern/projekte-a-z/stiftung-you-count/projekt-kubo


TAKE OFF – ein neues Mentoring-Projekt für
Care Leaver
2018-2020

Grundidee des Projekts ist, dass ehemalige, erwachsene Pflegekinder sich als Mentorinnen und Mentoren engagieren und jüngere Pflegkinder im Übergang in die Selbständigkeit während einer bestimmten Zeit begleiten. Die Studie «Übergang in die Selbständigkeit: Pflegekinder wirken mit!» der ZHAW Soziale Arbeit hat gezeigt, dass sowohl die befragten Pflegekinder als auch die Fachpersonen der Kinder- und Jugendhilfe verschiedene Formen von Unterstützung als wichtig erachten. Es wurde deutlich, dass Unterstützung nicht nur durch Fachpersonen erfolgen soll, sondern auch durch ehemalige Pflegekinder, die diesen Übergangsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Basierend auf dieser Erkenntnis wurde unter Mitwirkung von ehemaligen Pflegekindern das Mentoring-Projekt «TAKE OFF» entwickelt.

https://www.zhaw.ch/de/sozialearbeit/news-detail/news-single/take-off-ein-neues-mentoring-projekt-fuer-care-leaver


Übergang in die Selbständigkeit: Pflegekinder wirken mit!
2017-2020

Im innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekt werden (ehemalige) Pflegekinder als Expertinnen und Experten ihrer Lebenssituation partizipativ einbezogen. Auf der Basis ihrer Bedürfnisse und unter ihrer Mitwirkung werden neue Angebote und Projekte für den Übergang in die Selbständigkeit entwickelt. Das Projekt will dazu beitragen, dass sich Pflegekinder aktiv an der Planung und Gestaltung ihrer Zukunft nach Erreichen der Volljährigkeit beteiligen können und eine Unterstützung erhalten, die ihren Bedürfnissen entspricht.

https://www.zhaw.ch/no_cache/de/forschung/forschungsdatenbank/projektdetail/projektid/1500


Care Leaver erforschen Leaving Care
2017-2020 

Was benötigen junge Menschen nach dem Austritt aus einer stationären Erziehungshilfe oder einer Pflegefamilie für einen erfolgreichen Übergang in die Selbstständigkeit? Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW sucht Antworten auf diese Frage. Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Care Leaver erforschen Leaving Care“ bezieht sie die Betroffenen als Expertinnen und Experten mit ein.

https://www.fhnw.ch/de/forschung-und-dienstleistungen/soziale-arbeit/kinder-und-jugendhilfe/uebergang-in-die-selbstaendigkeit-junge-erwachsene-wirken-mit


JAEL: «Jugendhilfeverläufe:
Aus Erfahrungen lernen» 
2016-2021

Das Ziel des Modellversuchs der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel sowie der Universitäten Basel und Ulmist es, die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe von ehemalig ausserfamiliär platzierten Kindern und Jugendlichen zu untersuchen. Bereits im Zeitraum von 2007-2012 wurden im « Modellversuch Abklärung und Zielerreichung (MAZ.) » 592 Kinder und Jugendliche aus über 60 sozialpädagogischen Institutionen in der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin befragt. Die Ergebnisse zeigten eine deutlich überdurchschnittliche psychosoziale Belastung dieser Kinder und Jugendlichen mit hohen Massen an Psychopathologie, traumatischen Erfahrungen und delinquentem Verhalten. Jetzt, rund zehn Jahre später, werden diese mittlerweile jungen Erwachsenen zu ihrer aktuellen Lebenssituation erneut befragt. JAEL verspricht sich wichtige Erkenntnisse, welche künftig zur Verbesserung der Praxis beitragen sollen. Das Studiendesign erlaubt es einerseits, die längerfristigen Entwicklungsverläufe der Transition ins junge Erwachsenenalter zu beschreiben, und andererseits Einsicht zu bekommen, wie die ehemalig ausserfamiliär untergebrachten Kinder und Jugendlichen selbst diese Zeit erlebt haben.

http://www.jael-portal.ch/de/jael_de


Projekt Nachbetreuung – Nachhaltigkeit von Erziehungs- und Bildungsmassnahmen
2013-2018

Das Projekt Nachbetreuung bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Austritt aus einer Institution der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime (zkj) Beratung und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung sowie bei der Ausbildung und beruflichen Integration an. Die für die jungen Menschen freiwillige und kostenlose Nachbetreuung soll die Nachhaltigkeit von Erziehungs- und Bildungsmassnahmen sicherstellen. Das Unterstützungsangebot bewährte sich in der Praxis und entspricht einem Bedarf: Daher wurde die Nachbetreuung nach Ende der Projektlaufzeit in das Angebot der Stiftung zkj implementiert, welches weiterhin als Übergangsbegleitung systematisch angeboten wird.

https://drosos.org/projekte/nachbetreuung-nachhaltigkeit-von-erziehungs-und-bildungsmassnahmen/

https://www.zkj.ch/angebote/uebergangsbegleitung/


 

Deutschland

 

CareHoPe – Care Leaver an Hochschulen – Online Peerberatung
2018-2022

Das Projekt CareHoPe wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Programms „Wege ins Studium öffnen – Chancengerechtigkeit bei der Studienaufnahme erhöhen“ gefördert und von der Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik durchgeführt. Das Projekt hat das Ziel, eine landesweit agierende Fachstelle und Online-Peerberatung für Care Leaver an Hochschulen aufzubauen. Dadurch sollen Studierende mit stationärer Kinder- und Jugendhilfeerfahrung in ihrer Studiensituation unterstützt und die Bedingungen für diejenigen verbessert werden, die ein Studium aufnehmen möchten. Diese Fachstelle soll landesweit und hochschulübergreifend agieren, da gegenwärtig nicht an jeder Hochschule eine entsprechende Beratungsstelle eingerichtet werden kann. Die Expertise, welche in der Fachstelle zur Verfügung gestellt wird, bietet Mitarbeiter*innen der Hochschulen (BAföG-Ämtern, Hochschullehrenden, Care Leavern, diversen Beratungseinrichtungen etc.) die Möglichkeit der persönlichen, telefonischen oder Online-Beratung. Des Weiteren sollen Fachtagungen und Informationsangeboten über die Situation von Care Leavern informieren und sensibilisieren. Es ist ebenso ein Ziel des Projektes konkrete Möglichkeiten der Infrastrukturveränderung (z.B. Wohnheimplätze für Care Leaver o.ä.) aufzuzeigen, um strukturell auf die Belange von Care Leavern reagieren zu können. Der Aufbau der Fachstelle wird durch eine wissenschaftliche Untersuchung begleitet.

http://forschungsnetzwerk-erziehungshilfen.de/projekt/carehope-care-leaver-an-hochschulen-online-peerberatung-2018-2021


FosterCare
2018-2020

PflegeFamilien alsOrte sicherer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und Entwicklung von Schutzkonzepten zur Stärkung persönlicher Rechte von Kindern, Jugendlichen und Careleaver

Ziel des Verbundprojektes „Schutzkonzepte in der Pflegekinderhilfe“ ist es daher, zusammen mit jungen Menschen, die in der Pflegekinderhilfe aufgewachsen sind, sowie mit Pflegeeltern und Fachvertreter_innen Ansätze und Handlungsempfehlungen für entsprechende Schutzkonzepte aus der Perspektive der persönlichen Rechte von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Zudem wird eine Hotline für Kinder, Jugendliche und Care Leaver, die in Pflegefamilien leben oder aufgewachsen sind, geschaltet und erprobt. Sie sollen damit eine Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrungen zu äußern und bei Bedarf mit entsprechenden Beratungsstellen in Kontakt gebracht werden. Zudem soll die Position von Kindern, Jugend-lichen sowie Care Leavern gestärkt werden, damit sie ihre Schutz- und Partizipationsrechte aktiver wahrnehmen können. Schließlich werden auch Gruppendiskussionen mit Fachkräften, Pflegeeltern, Care Leavern sowie Jugendlichen in der Pflegekinderhilfe geführt, um Alltagserfahrungen in der Unterstützung und Ansätze guter Praxis zu erforschen. Auf diesem Weg soll die Forschung zu sexualisierter Gewalt und Übergriffen in der Pflegekinderhilfe in Deutschland gestärkt werden. Beteiligt sind dabei neben dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim die Hochschule Landshut sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Ulm.

http://forschungsnetzwerk-erziehungshilfen.de/projekt/fostercare


Trans-Fair 
Jungen Menschen aus Heimerziehung und Vollzeitpflege Übergänge zu weitergehenden Hilfesystemen verschaffen
2017-2019

Erstmals in Deutschland soll ein Modell aus einem verlässlichen professionellen Kompetenz-Netzwerk, Online-Beratung und der Etablierung ehrenamtlicher Pat_innen für Care Leaver entwickelt werden. In die Entwicklung der Beratungs- und Betreuungsangebote werden die jungen Erwachsenen dabei partizipativ eingebunden. Das Projektvorhaben wird in Kooperation mit Sozialen Diensten der Region Hildesheim durchgeführt, u.a. dem Jobcenter Hildesheim und dem Jugendamt-Erziehungshilfe im Landkreis Hildesheim. Es gibt nach dem Übergang aus der stationären Erziehungshilfe Zuständigkeiten unterschiedlicher Rechtskreise mit eigenen Finanzierungslogiken sowie Fördermaßnahmen, die allerdings im Interesse dieser jungen Erwachsenen oft nicht gut vernetzt sind. Hier gilt es das Matching zwischen vorhandenen Beratungs- und Förderangeboten durch eine gute Koordination unterschiedlicher Akteur_innen im Übergangssystem zu verbessern.

https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/forschung/laufende-projekte/trans-fair


Brückensteine für Care Leaver in Sachsen
2017-2019

Das Pilot-Projekt "BRÜCKENSTEINE - Innovative Ansätze für die Unterstützung von Care Leaver in Sachsen" vom Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. entwickelt und erprobt methodische Instrumente, programmatische Zugänge und Unterstützungssysteme, die Care Leaver vor, während und nach dem Übergang begleiten. Dazu gehören ein vorbereitendes Bildungsprogramm für Care Leaver, die Unterstützung durch Peers und durch regionale Netzwerke, Kontaktpflege mit Ehemaligen und Begleitung durch Mentor/innen, eine Care Leaver-Anlaufstelle, Care Leaver-Gruppen sowie eine Care Leaver-App.

http://www.jugendhilferechtsverein.de/index.php/brueckensteine/117-brueckensteine-startet


Care Leaving Statistics
2017-2019

In diesem Projekt soll ein systematischer Überblick über die aktuelle statistische Datenlage zur Lebenssituation junger Menschen, die in stationären Erziehungshilfen gelebt haben (sog. Care Leaver*innen) erarbeitet werden. Zudem werden im Austausch mit Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen die Möglichkeiten, die Datenlage zu verbessern, eruiert. Das Projekt wird von der Universität Hildesheim und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. gemeinsam mit der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung durchgeführt; es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

https://www.igfh.de/cms/projekt/care-leaving-statistics


Gut begleitet ins Erwachsenenleben
2016-2019                                                                           

In diesem Projekt werden Handlungsansätze, die sich in der Praxis der Begleitung von jungen Menschen aus stationären Erziehungshilfen in ein eigenständiges Erwachsenenleben (sog. Care Leaver) besonders bewährt haben, evaluiert und weiterentwickelt werden. Das Projekt wird von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. und der Universität Hildesheim gemeinsam mit 3 Modellstandorten (Karlsruhe, Dortmund, Landkreis Harz) durchgeführt. Mit dem Projekt werden die vielfältigen Bestrebungen zur Verbesserung der Unterstützung von Care Leavern aufgegriffen und die fachliche Weiterentwicklung des Übergangsmanagements ins Erwachsenenleben in und nach der Kinder- und Jugendhilfe weiterverfolgt. Ziel des Projektes ist es, ausgehend von drei Modellen, die als Kernelemente eines inklusiven Übergangsmanagements der Kinder- und Jugendhilfe angesehen werden, schon vorhandene gute Praxis weiterzuentwickeln und diese für einen Transfer in andere Regionen und Standorte aufzubereiten. Dabei werden die Herausforderungen hinsichtlich eines inklusiven Übergangsmanagements und der Perspektive der Entwicklungs- und Teilhabeplanung systematisch aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Selbstorganisation von Care Leavern soll, als wesentlicher Faktor des Projektes, gefördert und unterstützt werden.

Bei den drei Handlungsansätzen handelt es sich um:

1.    die Weiterentwicklung der Hilfeplanung für Jugendliche/ junge Erwachsene zu einer Übergangsplanung,

2.    eine vernetzte Infrastruktur für junge Menschen im Übergang bzw. nach dem Hilfeende und

3.    die Stärkung der Partizipation und Selbstorganisationen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in stationären Erziehungshilfen.

2019: Sievers: Care Leaver in der Jugend- und Wohnungslosenhilfe in Karlsruhe

https://www.igfh.de/cms/projekt/projekt-%E2%80%9Egut-begleitet-ins-erwachsenenleben%E2%80%9C